Manchmal muss man sich fokussieren

Wie Einige von Euch bestimmt schon bemerkt haben, befinden sich meine gesamten Webseiten momentan in einem Wandel. Es ändern sich nach und nach einige Designs und ein paar Webwelten sind sogar schon verschwunden.

Ein Blick zurück

twenchatterIch habe in den letzten 12 Jahren eine Webseite nach der Anderen aufgemacht. Am Anfang hatte mich vor allem das reine Bauen von Webseiten beschäftigt. Ich war – typisch Mädchen – verrückt nach allem was mit Grafikbasteleien zu tun hat. Ich experimentierte und probierte alles mögliche an Webtechniken aus. Anfangs noch mit html im WYSIWYG Editor begonnen, testete ich später CMS Systeme und schrieb am Ende sogar valide XHTML Webseiten im Notepad und landete zuletzt bei Blogs.

Man entwickelt sich weiter, lernt Neues, ich war immer ein Schwamm, der alles aufgesogen hat. Meine Webseiten waren immer mein Hobby, mein Spaß, mein Fun. Sie waren verspielt und niedlich und oft auch mal kindisch. Mädchen-Webseiten eben. Ich schnupperte in unendliche viele Nischen des Webs hinein. Ich wollte immer alles selbst ausprobieren und austesten. Nicht immer war alles gut, doch alles brachte mir Erfahrungen ein. Ich lernte unheimlich viel.

Erwachsen geworden?

blogHeute beginnen meine Webseiten nicht mehr Mädchen-like auszusehen. Ich habe mich verändert. Bin erwachsener geworden. Ich liebe noch immer alles Süße – hey ich bin immernoch ein Mädchen – aber ich weiß heute auch wo ich stehe. Der Webseitenbau wurde mit den Jahren für mich immer uninteressanter. Weg von der Optik hin zum Inhalt. War ich früher beeindruckt von eleganten Designs, flashen mich heute eindrucksvoll geschriebene Texte. Das Bloggen hat mich vollkommen vereinnahmt. Weg vom Erbauer hin zum Publisher. Ich liebe den Austausch, liebe die Gespräche, liebe das Schreiben, liebe das Video drehen, liebe es noch immer Dinge auszuprobieren – doch inhaltlich, thematisch statt im Design und in der Verbesserung des fehlerfreien Quellcodes.

Manchmal muss man sich fokussieren

makeupbeautySo ergeht es mir momentan. Ich überdenke meine Webwelten. Manches Projekt wurde erfolgreicher als ich es geahnt hatte. Das freut mich. Sehr sogar. Doch benötigen genau diese Projekte nun einiges mehr meiner Zeit.

Doch woher Zeit nehmen, wenn man eh schon wenig Zeit hat?

Man muss sich Zeit freischaufeln. Die Seele freischaufeln. Sich gedanklich von dem schlechten Gewissen frei machen, dass so manches Projekt nicht ausreichend betreut wird. Und um das zu erreichen muss ich mich fokussieren. Da komme ich nicht drum herum.

Ein Blick nach vorn

awardsWas wird sich ändern? Ich werde viele meiner Webseiten und Blogs genau überdenken. Ich werde prüfen ob ich manche einfach zusammen legen kann, Andere werden verschwinden, Andere werden von mir einfach als statische Seite behalten ohne dass ich mich noch weiter um sie kümmere. Und die, die mir besonders am Herzen liegen, werden mit Vollgas weiterbetrieben. Ich werde die Designs nach und nach umstellen. Ich will mich selbst wieder mehr auf meinen Seiten wohlfühlen.

Ich freue mich auf den Wandel, freue mich auf die Umstellungen. Es ist wie eine neue Reise. Es wird mir bei manchem Projekt weh tun es zu beerdigen, doch es muss sein. Ich will mich nicht mehr zerreißen. Mein Kopf ist voller Ideen, doch ich muss auswählen welche davon ii ch wirklich verfolgen will, Ich habe beschlossen, eine kleine Reise von mir zu machen, ich bin mit dem Best Tent campiert, und ich konnte auch einen scooter kopen kaufen, um in der Stadt zu reisen, während ich dort war, damit ich meine Ideen gerade bekommen kann. Der Tag hat nur 24 Stunden. Meine körperlichen Einschränkungen reduzieren diese sowieso schon sehr heftig herunter. Ich will nicht wie früher im Berufsleben mich übernehmen um dann komplett auszufallen.

Back to the roots

Es ist ein wenig wie Back to the Roots. Bevor ich Webseiten hatten, schrieb ich Testberichte auf Dooyoo. Das war meine Anfangszeit im Web. Das Schreiben der Artikel hatte zu einer Zeit sehr viel Spaß gemacht, zu der Zeit der Heilanstalt. Die plöten Insassen überboten sich gegenseitig mit dem Schreiben von kreativen humorvollen und doch informativen Testberichten. Es war beflügelnd. Doch das Beste waren die Kommentarspalten. Wir rannten durch alle Kommentarspalten, machten Spaß und tauschten uns aus. Es war eine echte Freude. Es war damals das was mir als allererstes im Web Spaß machte und genau da bin ich heute wieder angekommen. Ich blogge, schreibe Artikel, lese Artikel von Anderen und genieße den Austausch mit Lesern und anderen Bloggern. Das Medium ist anders geworden, das Prinzip das Gleiche.

Ich freue mich darauf wie es sich entwickeln wird und blicke gespannt auf die nächste Zeit des Umbruchs. 🙂

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